12) Unternehmenskultur ist …

Ich weiß nicht, ob meine folgenden Gedanken den Kriterien einer Definition entsprechen. Hier mein Versuch: Den Begriff “Unternehmenskultur” verbinde ich mit Verantwortung, Nachhaltigkeit und Orientierung. Dabei sind innovative Aspekte, wie z.B. ausgeprägtes Projektmanagement, sowie eine kritische Betrachtung der vorhandenen Strukturen ebenso notwendig. Beide Kräfte, die Erhaltenden und die Gestaltenden, sollten meiner Meinung nach Unternehmensindividuell in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Allerdings kann es für ein Unternehmen keinen dauerhaft festen Wert geben. Vielmehr muss sich das innere Verhältnis der beiden Kräfte an äußeren Einflußfaktoren orientieren. Die Herausforderung besteht nun darin, den ‘Zeitgeist’ aufzunehmen und gleichzeitig eine feste Basis für alles Künftige zu erhalten. Letztlich stellt sich die Frage, wie geht ein Unternehmen als Ganzes mit Herausforderungen um. Ich halte die an Personen gebundene Verantwortung als ein Erfolgsrezept für Innovationen, wogegen eine bis zu einem gewissen Grad institutionalisierte Macht ausgleichend wirken kann. Vielleicht ist die optimale Verbindung von Macht & Verantwortung, die in einer Person/Funktion zusammengeführt werden, um Ziele zu erreichen, die eigentliche Herausforderung für Unternehmen. Interessant sind dabei die Ansätze zur Bewertung der notwendigen Soft Skills. Diese Überlegungen haben für mich mehr Potential, als die reine Operationalisierung von emotionalen Entscheidungen.

Uwe Mateja, Bayer Schering Pharma AG

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11) Unternehmenskultur ist …

In erster Linie wird es in einem Unternehmen von “oben” vorgelebt, welche Unternehmenskultur sich in einem Unternehmen etabliert. Wird hoher Einsatz, faire Umgang und Offenheit vorgelebt, setzt sich dies auch über kurz oder lang im Unternehmen durch. Wird Eigennutz vorgelebt und nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen wird auch auf den “einfachen” Jobs jeder erstmal sehen wo er bleibt, das Unternehmen kommt erst viel später in der Prioritätenliste. Für mich sollten die verschiedenen Führungsebenen Ihre Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einbeziehen. Wenn Entscheidungen von allen Ebenen mitgetragen werden, steigt auch immer die Effektivität. Für mich sollte auch eine Art Familiengefühl innerhalb des Unternehmens entstehen, so wie ich es derzeit erlebe und auch bei anderen eigentümergeführten Firmen beobachten konnte.

Ragnar v. Möllendorff, Endress+Hauser Flowtec AG Reinach Switzerland

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10) Unternehmenskultur ist …

Aus meiner Sicht fasst “Unternehmenskultur” alle Elemente des Stils eines Unternehmens zusammen, WIE miteinander umgegangen, Zurückliegendes bewertet, die Zukunft betrachtet und die Herausforderungen der Gegenwart gemeistert werden. Dabei begegnen tradierte “das haben wir aber immer so gemacht”-Bestandteile auf spannende Weise den durch Regeln festgeschriebenen Vorgehensmodellen, verbindlich Festgelegtes kollidiert mit unausgesprochenen sozialen Regeln des Miteinanders. Die drei wichtigsten Säulen der Unternehmenskultur sind für mich der Führungsstil, gelebte Prozesse (z.B. alles in Bezug auf den Umgang mit Kunden) und der Umgang mit Fehlern. Säulen insofern, als dass diese drei Elemente maßgebliche steuerbare Einflussgrößen auf die Unternehmenskultur darstellen. Das spannende an der Unternehmenskultur sind für mich die Versuche, sie zu beschreiben. Dabei lernt man unglaublich viel über eine Organisation. Sie haben in mir eine erklärte “Unternehmensleitbild”- Feindin getroffen…

Sarah Au, EECH GROUP AG

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09) Unternehmenskultur ist …

Unternehmenskultur basiert auf den in der Unternehmung gelebten Werten, die uns in einem zunehmend von Wandel geprägten Umfeld einerseits Stabilität und Sicherheit verleihen, andererseits aber auch Richtschnur für unser Denken und Handeln im Sinne einer aktiven Zukunftsgestaltung sind.

Stefan Sigron, Graubündner Kantonalbank

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