09) Gute Führung
Was zeichnet eine gute Führungskraft aus?
Nichts ist schwieriger, als „gute Führung“ zu definieren. Darüber sind eine Unzahl von Büchern und wissenschaftlichen Studien geschrieben worden. Das kann hier nicht ersetzt werden.
Führung heißt unter anderem Veranlassung. Die Führungskraft muss dabei über ein Sammelsurium an Grundeigenschaften verfügen, die sich in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander befinden. Sozusagen eine „Patchwork – Matrix“. Das ist grundsätzlich erlernbar, bedarf zudem einer angemessenen praktischen Erfahrung und wächst mit der Persönlichkeit. Diese Grundeigenschaften lassen sich meines Erachtens folgendermaßen zusammenfassen:
Neben der fachlichen Kompetenz bedarf es zunächst einmal eindeutig und transparent kommunizierter gemeinsam er Wertvorstellungen im Team, die von der Führungskraft beständig vorgelebt und konsequent umgesetzt werden müssen. Daraus ergibt sich dann die „menschliche“, persönliche Kompetenz. Daraus ergibt sich zwangsläufig Berechenbarkeit und Verlässlichkeit , die der Führungskraft zugeschrieben werden. Jeder im Team kennt die Auswirkungen seines Handelns. Ständige transparente und insbesondere authentische und ehrliche Kommunikation
durch die Führungskraft stützt die Werte und gibt Sicherheit. Dabei darf sie sich nicht auf die Standardkommunikation im Unternehmen verlassen. Die Führungskraft muss sich dabei stets selbst reflektieren und sowohl fachlich als auch im Einzelfall intuitiv auf der Grundlage der gemachten Erfahrungen handeln. Nicht handeln ist schädlich.
Fehler werden dann verziehen und schlagen in positives Erleben um, wenn sie eingestanden werden. Auch eine Führungskraft darf und muss hier Menschlichkeit zeigen. Die Führungskraft muss authentisch sein. Nur dann kann Sie das auch von anderen erwarten. Damit gestaltet die Führungskraft und wirkt unmittelbar auf die Mitarbeiter durch
Vorbild und Persönlichkeit ein.
Sie gestaltet und beeinflusst damit wesentlich auch :
- Die Rahmenbedingungen im Unternehmen
- Die „zu führenden Mitarbeiter “ und ihre Einstellung
- Die Perspektiven aller Mitarbeiter
Mit einem solchen Wirken veranlasst die Führungskraft eine messbare Wertschöpfung im Unternehmen, die sich dann, über die Werte hinaus auch in kontrollierbaren Ergebnissen niederschlägt. Das heißt auch, dass gute Führung Zeit braucht, um Ergebnisse zu zeitigen. Insofern gehört die Kontrolle / Controlling nur bedingt zu einer guten Führungsarbeit. Controlling funktioniert nur dann, wenn die Ziele und Werte eben eindeutig kommuniziert sind und in den vorgegebenen Wertmaßstäben gelebt werden. Jede andere Art von Kontrolle wird als negativ empfunden.
Bernd Hinterthan, Vertriebsbereichsleiter Deutscher Ring